Schweiz
| Medien sollen differenzierter über Roma und Jenische berichten
Die
Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) ruft die Schweizer Medien dazu
auf, über Roma und Jenische differenzierter zu berichten. Die Kommission stützt
sich dabei auf eine Studie der Universität Zürich.
Kriminalität,
Bettelei oder Sozialhilfemissbrauch
Wenn Medien über Roma berichten, thematisieren sie in
80 Prozent der Fälle auffälliges und kriminelles Verhalten, jeder zweite
Beitrag enthält pauschalisierende Aussagen. Dennoch diskriminiert nur jeder
achte Beitrag die Roma. So lauten die Hauptbefunde der Studie.
Allerdings ist die Aussagekraft der Studie beschränkt,
da sich nur schwer nachvollziehen lässt, wann ein Artikel als pauschalisierend
gilt. In der Studie finden sich weder konkrete Beispiele noch Angaben, nach
welchen Kriterien die Berichte untersucht wurden.
Dass Minderheiten in der medialen Öffentlichkeit
diskriminiert würden, sei natürlich nicht neu, befand EKR-Präsidentin Martine
Brunschwig Graf. „Die gefundenen Muster gelten nicht nur für die Roma. Sie
lassen sich auf andere Gruppen übertragen.“
Soziale
Probleme werden ethnisiert
Die EKR-Präsidentin warnte davor, in die Vereinfachungsfalle
zu tappen, indem komplexe soziale Probleme „ethnisiert“ würden. Die Empfehlung
an die Medien: Inhalte unter verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Dabei machte Brunschwig Graf deutlich, dass die Medien
in keiner Weise Realitäten verleugnen sollten. Es gehe nicht darum, Probleme
zwischen der Mehrheitsgesellschaft und Minderheiten unter den Teppich zu
kehren. „Die Frage lautet aber, wie man darüber berichtet.“ Hierbei stünden die
Journalisten in der Verantwortung.
Soziale
Probleme werden ethnisiert
Als Beleg erachtet die frühere Genfer FDP-Nationalrätin
den Umstand, dass über Roma im Ausland hierzulande anders berichtet
werde."Der Fokus liegt stärker auf der Diskriminierung." In der
Schweiz dagegen konzentriere sich die Berichterstattung zu sehr auf Kriminalität.
Während in den Medien der Schweiz lange Zeit nur
sporadisch über Roma berichtet worden sei, habe die Berichterstattung seit Ende
2007 kontinuierlich zugenommen, heisst es in der Studie. Wird über Roma
berichtet, geht es vor allem um Einzelschicksale und Konflikte.
Als treibende Kraft erachtet die Studie eine von
einzelnen Artikeln angestossene Berichterstattung. Zum Beispiel die Diskussion
über das Bild eines Roma-Buben mit Pistole im Jahr 2012 ging auf ein Titelbild
der Wochenzeitung „Weltwoche“ zurück.
Roma
kommen eher selten zu Wort
Der Grad an pauschalisierenden Aussagen hängt dabei
aber auch stark vom Medientyp ab. Während Boulevardzeitungen und
Sonntagszeitungen in 65 respektive 68 Prozent ihrer Artikel davon Gebrauch
machten, liege der Wert bei Abonnementszeitungen (48 Prozent) und
Gratiszeitungen (43 Prozent) tiefer, sagte Ettinger.
Roma selber kommen laut der Erhebung eher selten zu
Wort. Ihr Anteil beträgt 13 Prozent aller Akteure, die in der Berichterstattung
vorkommen. Dagegen sind besonders Polizei und Mitglieder von
Gerichtsbehördenmedial stark vertreten. Die Roma könnten meistens nur auf
Anschuldigungen reagieren und sich nicht aktiv in die Berichterstattung
einbringen, erklärte Ettinger.
Das Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft
(fög) hat die Berichterstattung über Roma und Jenische in ausgewählten Medien
von 2005 bis 2012 untersucht. Untersucht wurden 13 Printmedien und vier
Sendegefässe des öffentlichen Fernsehens aus allen Landesteilen. Die EKR hatte
einen Teil der Resultate bereits im vergangenen Dezember in ihrem Bulletin
veröffentlicht.
EU-akere
schtotscha visaha gejng neve migracijontscha angle dschan
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EU-akere schtotscha tschuleder loj le pomoschagoske le migrantschenge ar te den
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taj Bulgarija pal likerdo schaj ol. I Germanija taj i Bari Britanija mangen uso
EU-akero talalinipe le andrutne ministerendar buteder keriptscha upro EU-akero
than. Mint tena phutriptscha mere Brüssel avrijal lakle ovna, phentscha o
bundakero ministeri Hans-Peter Friedrich (CSU).
EU-Justicakeri komisarkija: „Keren tumari buti!“
I EU-akeri komisarkija na dikel hot valaso kerdo iste
ol taj le schtotenge o ferauntvoatinipe pal del. I EU-akeri justicakeri
komisarkija Viviane Reding le regirunge angle tschalal: „Keren tumari buti!“ Te
i Germanija schaj ande gejipeskere upre likeriptscha kerel taj manuschen ari
taj pal traden. "Nimtschke birovtschagoskere phende phenen, hot o EU-akere
avrethemeskere nisaj upre likeriperskere tschatschipeha naschtig Hartz IV
uschtiden, ada tschak korkor upro nimtschko tschatschipe basirinel taj oda le
EU-akere tschatschipenca nischta te kerel hi.



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